Soziales
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First Responder Oechlitz schnelle Hilfe in größter Not

Welches Problem möchte das Projekt lösen?

Aufgrund der ländlichen Struktur im südlichen Saalekreis kommt es immer wieder zu kritisch verlängerten Eintreffzeiten des Rettungsdienstes. Vor allem die Bevölkerungsgruppen (Kinder und ältere Mitbürger), die wenig körperliche Kompensationsmöglichkeiten haben, erleiden dadurch einen gesundheitlichen Nachteil oder gar schwere Folgeschäden. Die Stadt Mücheln verfügt über einen Rettungswagen. Ist dieser im Einsatz gebunden, vergehen nicht selten 20 bis 35 Minuten, bis ein geeignetes Fahrzeug aus einer entfernten Rettungswache eintrifft. Die notärztliche Versorgung ist in den Ortschaften Oechlitz, Langeneichstädt, Wünsch, etc. noch schlechter. Das primär zuständige, notärztlich besetzte Rettungsmittel benötigt immer 20 bis 25 Minuten, wenn es verfügbar ist. Alle Weiteren brauchen dann auch gerne mal 35 Minuten. Aufgrund der über das Jahr gemessenen Einsätze in der Region lohnt sich allerdings kein weiterer Rettungswagen.

Wie löst das Projekt das Problem?

Die Ortschaft Oechlitz besitzt mit 23 aktiven Kameraden eine der stärksten freiwilligen Wehren in der Region. Sie möchte das Problem lösen und nach dem Vorbild vieler anderer Gemeinden und Kreise in Deutschland ein ehrenamtlich besetztes "First Responder" Fahrzeug stationieren. Die sogenannten "First Responder", Helfer vor Ort, Ersthelfergruppen oder Voraushelfer, verkürzen das therapiefreie Intervall bei schweren gesundheitlichen Störungen und verbessern dadurch die Überlebenswahrscheinlichkeit sowie das Outcome des Patienten. Vergleichbare freiwillige Einheiten und Gruppen sind vor allem in den alten Bundesländern (Spitzenreiter Bayern und Baden-Württemberg) nahezu flächendeckend verbreitet. Wir wollen dem Rettungsdienst keine Konkurrenz machen, sondern in Zeiten der Spitzenauslastung die Chancengleichheit für jeden von unseren Mitbürgern erhalten, vor allem auf dem Land.

Welches Ziel verfolgt das Projekt?

Ziel des Projektes wäre die Stationierung eines ehrenamtlich betriebenen Fahrzeugs, welches durch die Kameraden der Feuerwehr betrieben wird. Dieses soll über eine medizinische Ausstattung verfügen, welche bei lebensbedrohlichen medizinischen Störungen das Überleben des Mitbürgers verbessern kann. Aufgrund der touristischen Entwicklung als Naherholungsgebiet, ist vor allem an den Wochenenden der Sommermonate die rettungsdienstliche Versorgung verzögert. Diese Lücke wollen wir für unsere Gäste der Region und für unsere "Nachbarn" gern schließen. Neben dem Fahrzeug müssen natürlich auch infrastrukturelle Grundlagen (Material, Schränke, Waschbecken, Desinfektionsstrecke) für dieses geschaffen werden. Ziel ist es weiterhin die "Manpower" bei schwierigen Einsätzen (Reanimationen) zu verdoppeln.

Mit dem Geld von "NP hilft" würden wir gern die Materialschränke zusammen mit einem Waschbecken und einer kleinen Desinfektionsstrecke realisieren.