Soziales
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BRH Rettungshundestaffel Unterweser Wir.Retten.Menschen

Die BRH Rettungshundestaffel gründete sich 2014 mit einer Handvoll Mitglieder. Aktuell befinden sich mehr als 15 Hunde in der Ausbildung zum Flächenhund bzw. Mantrailer. Um einen gut ausgebildeten Hund in eine Vermisstensuche schicken zu können, bedarf es vieler Stunden Training und eine Reihe von Prüfungen. Wir trainieren an unterschiedlichen Orten, damit sich die Hunde auf verschiedenste Geländeformen einstellen können.

Unser Einsatzgebiet erstreckt sich von Cuxhaven bis hin nach Verden. Wir arbeiten eng mit  Polizei und Feuerwehr zusammen und sind seit 2018 dem Katastrophenschutz angegliedert. 

Die erfolgreiche und zielführende Ausbildung eines Rettungshundes erfordert grundlegende Kenntnisse in der Hundeausbildung sowie Erfahrung und Wissen in der Rettungshundearbeit. Bevor ein Rettungshundeteam überhaupt einsatzfähig wird, durchläuft es eine Reihe von Prüfungen. 

 

Unser Einsatz ist kostenfrei - aber nicht umsonst!

Unsere Rettungsarbeit leisten wir ehrenamtlich und in unserer Freizeit.

 

Dabei sind wir auf Spenden angewiesen, um ...

- Einsatzkleidung, wie Hosen, Jacken, Sicherheitsstiefel, Helme, ...

- Einsatzausrüstung, wie GPS-Geräte, Funkgeräte, Taschenlampen, Drohnen mit Wärmebildkamera, ...

- Traininsutensilien, wie Leckerchen, Bälle, Zergel, Kenndecken, Halsbänder, Leinen, Geschirre, ...

... finanzieren zu können.

 

Hier noch ein paar Infos zu unserer Arbeit:

In unserer Rettungshundestaffel bilden wir verschiedene Arten von Suchhunden aus:

  • Flächensuche

Die Suche nach vermissten Personen durch unsere Rettungshunde erfolgt vor allem in weitläufigen Waldgebieten 

Flächensuchhunde eigenen sich für den Einsatz in unterschiedlichen Geländen. Obwohl sie bevorzugt in Waldgebieten zum Einsatz kommen, zählen auch Wiesenflächen und Felder zu den Einsatzgebieten. Durch regelmäßiges Training an verschiedenen Orten sind die Hunde dazu in der Lage, unabhängig von der Geländeform mit großer Ausdauer zu suchen. Weder dichter Bewuchs noch steil abfallendes Gelände stellen dabei ein Hindernis dar. Flächensuchhunde suchen ein vorgegebenes Suchgebiet bei Tag und Nacht gleich zuverlässig ab.

Die wichtigsten Ziele in der Ausbildung von Rettungshunden, um im Einsatz eine maximale Zuverlässigkeit sowie eine flächendeckende Suche zu gewährleisten:

  • Anzeigen einer vermissten Person unverzüglich nach dem Auffinden.
  • Selbstständige Sucharbeit unter Ausnutzung der Windverhältnisse
  • Zuverlässiges Arbeiten des Hundes in verschiedenen Geländestrukturen.
  • Optimale Zusammenarbeit mit dem Hundeführer.
  • Lenken des Hundes auch über größere Distanzen
  • Schicken des Hundes in einzelne Geländeabschnitte

Diese Ziele erreichen die Hundeführer durch die Ausbildung der Rettungshunde in sogenannten kleinen Schritten. Dabei erarbeiten Hund und Hundeführer eine komplexe Aufgabe in einzelnen Teilschritten.

 

  • Mantrailing

Die häufige Frage, ob der Rettungshund einen Socken der vermissten Person vor die Nase gehalten bekommt, damit er weiß, wen er suchen soll, ist für diese Sparte der Rettungshundearbeit „Ja!“

Der Mantrailer sucht immer eine ganz bestimmte Person. Den Suchauftrag erhält er anhand eines Gegenstandes, an dem der Geruch der vermissten Person haftet. In der Regel beginnt die Suche an der Stelle, an der die Person zuverlässig das letzte Mal gesehen wurde oder losgegangen ist. Ab dieser Position verfolgt der Mantrailer die Spur der Person.

Von der menschlichen Haut lösen sich ständig winzige Hautschuppen ab. Auf diesen haften Bakterien der individuellen Hautflora des Menschen, die einen einmaligen Geruch besitzt. Hunde sind grundsätzlich in der Lage, diesen Geruch wahrzunehmen und zwischen den Individualgerüchen einzelner Menschen zu differenzieren. In der Suchart Maintrailing ausgebildete Rettungshunde lernen, die Spur eines Menschen anhand dieser mikroskopisch kleinen Zellverbände zu verfolgen. Sie unterscheiden sie von der Spur anderer Menschen und folgen ihr auch durch bewohnte Gebiete. Witterung, Untergrund, Wind, Alter der Spur, Ausbildungsstand und Rasse bestimmen neben vielen weiteren Faktoren den Schwierigkeitsgrad dieser Spur und beeinflussen so die Wahrscheinlichkeit, ob der Hund die ihm gestellte Aufgabe lösen kann oder nicht.

Die Ausbildung ist sehr umfangreich. Neben den Schwierigkeiten, die dem Hund während seiner Arbeit auf der Spur begegnen, muss sichergestellt werden, dass der Hund nur die aufgezeigte Spur verfolgt. Auch unter Ablenkung muss der Hund in der Lage sein, die richtige Person anhand des Geruchsbildes zu identifizieren. Er muss zeigen, wenn er die Spur verloren hat, sie plötzlich endet (Person ist in ein Transportmittel wie Bus oder Auto gestiegen) oder sich am Startpunkt gar keine Spur von der vermissten Person befindet. Ablenkungen wie Personenverkehr, andere Hunde oder Wild dürfen ihn nicht an der Erfüllung seiner Aufgabe hindern.