Soziales
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Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst Minden-Lübbecke: Freizeitgestaltung für Kinder mit verkürzter Lebenserwartung und ihre Geschwister

Der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Minden-Lübbecke widmet sich der Begleitung und Unterstützung von Familien mit kranken Kindern, die eine deutlich verkürzte Lebenserwartung haben. Derzeit sind wir 25 Ehrenamtliche, die insgesamt 16 betroffene Familien begleiten und dazu von zwei hauptamtlichen Koordinatorinnen fachlich unterstützt werden.

Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in Minden und Umgebung. Städte wie Bad Oeynhausen, Espelkamp, Hille, Lübbecke, Petershagen, Porta Westfalica, Preußisch Oldendorf und Rahden gehören auch zu unserem Einzugsgebiet. Nach Absprache begleiten wir auch grenznahe Familien aus dem Kreis Herford und im südlichen Niedersachsen.

Von keinem Kind, das wir in den Kreis unseres Dienstes aufnehmen, weiß man, wie lange es noch leben und welchen Verlauf seine Erkrankung trotz ärztlicher Fürsorge nehmen wird. Nur selten erreicht ein Kind mit verkürzter Lebenserwartung das Volljährigkeitsalter – und somit ist jeder Tag kostbar!
Für die Eltern, die Kinder selbst und genauso für ihre Geschwister ist dies eine belastende Situation, die dauerhaft besteht und den Alltag der Familien stark beeinflusst. Das Leben dreht sich zum großen Teil um das erkrankte Kind, für die Geschwister bleibt den Eltern nur wenig Zeit übrig.

Als Ehrenamtliche schenken wir den Kindern unsere Zeit und unsere gesamte Aufmerksamkeit. Wir besuchen die erkrankten Kinder und ihre Geschwister regelmäßig zu Hause und versuchen, eine schöne Zeit miteinander zu verbringen. Wir spielen gemeinsam, basteln, singen, lesen Bücher vor oder gehen spazieren und spielen auf dem Spielplatz.

Ein lebensverkürzt erkranktes Kind zu haben bedeutet in der Regel, dass normale Aktivitäten wie Besuche in Schwimmbädern, Museen, Freizeitparks oder auch kleine Ausflüge aufgrund der eingeschränkten Mobilität nur mit besonderen Anstrengungen und personeller Unterstützung - oder gar nicht möglich sind. Auch die medizinische Versorgung kann außerhalb der eigenen vier Wände oft nur schwer aufrechterhalten werden.

Wir Ehrenamtliche können diese Situation nicht ändern, aber durch unsere regelmäßige Anwesenheit und kleine „Highlights“ können wir versuchen, schöne Momente zu gestalten, die im Gegensatz stehen zu einem Alltag, der geprägt ist von der Sorge um das erkrankte Kind oder dem Verlust des Bruders oder der Schwester.

Mit Fördergeld von „NP hilft“ könnten wir besondere Erlebnisse ermöglichen! Wir könnten dabei individuell auf den Einzelfall eingehen und je nach Mobilität und Möglichkeiten schöne Glücksmomente gestalten. Wir könnten mit den Kindern und Geschwistern kleine Ausflüge machen, z.B. die Freilichtbühne besuchen, den Zoo, ein Kindertheater, ein Museum…. Oder all das tun, was aus zeitlichen und finanziellen Gründe selten möglich ist.

Träume könnten mit der Unterstützung von „NP hilft“ wahr werden… und viele Kinderlächeln zaubern!